Die Ministranten und die KJG Östringen haben ihre Aufgabe in der 72 Stunden Aktion erfolgreich bewältigt. Am Donnerstag den 07.10.04 um 17:07 Uhr fiel der Startschuss zur 72 Stunden Aktion. Unsere Aufgabe war die Überreste der Ulrichskapelle von Gestrüpp und Erde zu befreien. Außerdem sollte von der Parkbucht eine Treppe zur Kapelle erstellt werden wobei ein Höhenunterschied von ca. 6 Meter zu bewältigen war. Die hierfür notwendigen Berechnungen wurden vorher bereits im Geheimen vom Vermessungsbüro Wolfgang Häfner und dem Architekturbüro Michael Jochum unendgeldlich ausgeführt. Der Innenraum und die Umrandung der Kapelle mussten zunächst mit Vlies und Folie abgedeckt werden und anschließend sollte eine 15 cm starke Schotterschicht aufgetragen werden. Am letzten Tag wurde dann der Treppenaufgang mit einem Handlauf gesichert.

Am Donnerstagnachmittag trafen sich die ersten Teilnehmer um unseren Internet Zugang einzurichten, den uns die Sozialstation zur Verfügung stellte, und die ersten Informationen auf die Homepage zu stellen. Nach und nach trafen sich die restlichen Teilnehmer im Bernhardushaus und warteten gespannt auf den Countdown. Um 17.07 Uhr wurde uns unser oben genanntes Thema mitgeteilt. Danach standen die Besichtung und die Vorbereitung des Themas im Vordergrund. Nach der Besichtigung wurden verschiedene Gruppen gebildet die die weitere Vorgehensweise planten. Der Essensplan wurde festgelegt und unsere im Vorfeld informierten Sponsoren mussten über die benötigten Materialien informiert werden. Da wir für die erste Nacht ein Arbeitsverbot wegen der fehlenden Absperrung hatten konnten wir leider erst am Freitagmorgen mit unseren Arbeiten beginnen.

Als erstes stand nach dem Frühstück um 6.30 Uhr im Bernhardushaus die grobe Säuberung der Ruine an. Das größte Problem stellte die Beschaffung der 40 Tonnen Schotter dar den wir aber dank der Firma W. Mayer noch am selbigen Tag geliefert bekamen. Die Firma Weckemann Baustoffe lieferte uns das benötigte Material für den Treppenbau. Bis abends um 19 Uhr wurde die Ruine fast komplett freigelegt und die Mauern gesäubert. Nach dem Abendessen wurde gegen 20 Uhr mit Bau des ersten Treppenabsatzes unter Zuhilfenahme von Flutlichtscheinwerfern begonnen. Dieser dauerte bis um 00.30 Uhr in die Nacht an. Die schlechten Wetterverhältnisse erschwerten die Arbeiten über den ganzen Tag hinweg. Der einzige Vorteil war das wir für den Beton wegen des ständigen starken Regens kein Wasser benötigten. Nach einer kurzen Nacht trafen sich die ersten am frühen Samstagmorgen zum Frühstück um anschließend mit den Arbeiten fort zu fahren. Der Innenraum der ehemaligen Kapelle musste um 20 cm ausgegraben werden wobei uns ein Traktor mit Frontlader eine große Hilfe war. Ein Dankeschön hierfür nochmals an die Familie Hauke für den Traktor und die Familie Hartlieb die uns einen Traktorhänger zur Verfügung stellten. Am frühen Vormittag wurde die Treppe weitergebaut während die Ausgrabungsarbeiten in der Ruine vorangingen. Nachdem die Treppenstufen am Nachmittag fertig gestellt waren bildeten wir eine Menschenkette um den Schotter in die Stufen zu füllen. Währendessen kümmerte sich das zweite Team um die Auslegung der Folie und des Vlieses. Danach wurde der Innenbereich und der freigelegte Weg um die Ruine mit 15 cm Schotter aufgefüllt und anschließend verdichtet. Am Samstagabend waren alle Teilnehmer froh dass die Arbeiten fast fertig gestellt waren und so eine zweite Nachtschicht nicht nötig war. Kurz vor dem Abendessen wurde die stark verschmutzte Straße von der Östringer Feuerwehr gereinigt. Am Sonntag musste nun nur noch der Handlauf angebracht werden und die letzten Aufräumarbeiten wurden bis zum Mittagessen getätigt. Abends trafen wir uns alle zur gemeinsamen Busfahrt, die uns die Firma Hassis sponserte, zum Abschlussfest des Koordinierungskreises im Bruchsaler Schlosspfarrsaal. Bei dieser Veranstaltung waren alle Gruppen Rund um Bruchsal dabei und die einzelnen Projekte wurden vorgestellt. Zum Abschluss spielten noch zwei Rockbands bevor die meisten um 23 Uhr die verdiente Heimreise antraten.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern sowie besonders bei unseren Köchen Café Oktagon, Erna Bender und ihrem Team, Wolfram Wild sowie unserem Getränkesponsor Getränke Zolk. Besonderen Dank auch an alle sonstigen Spender und Sponsoren ohne die diese Aktion nicht möglich gewesen wäre. Leider fehlen uns ca.200 Euro zu Bezahlung des Baumaterials. Über große und kleine Spenden würden wir uns sehr freuen. Anfragen bei Martin Müller unter Telefon: 0179/1505471 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Quelle: oestringen.de (br) vom 18.10.2004


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